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Bidenhänder aus Horn

Bei den Horner Schützen findet man auch jetzt noch eine besondere Blankwaffe, die Horner schon vor ca. 400 Jahren in Dreißigjährigem Krieg wüsten mit Erfolg einzusetzen – Bidenhänder oder Zweihänder. So werden die Schwerter des Spätmittelalters und der Renaissance mit langem Griff, die für den zweihändiger Führung gedacht waren, bezeichnet. Mitte des 15. Jh. für den Fußkampf entwickelte übergroße Schwerter, wurden von spezial ausgebildeten Schlachtschwertieren auf den Schlachtfeldern eingesetzt.

So beschreibt Walter Rose Schlachtschwerter aus Horn in seine Publikation im Jahr 1921 „Die handgeschmiedeten Zweihänder sind fast zwei Meter lang, besitzen einen hölzernen, mit Leder bezogenen Griff und eine weit geschwungene, geschmackvoll ornamentierte Parierstange nebst Parierhaken am Ansatz. Alle Schwerter sind verschieden, ebenfalls auch die aus engen Drahtmaschen geflochtenen Kettenpanzer.“  Nach W. Roses sollen die ersten Bidenhänder in Horn im letzen Viertel des 15. Jh. vorkommen. Die Schwerter wurden von den unterschiedlichen Herstellern bezogen, wobei der Typus soll aus dem Braunschweig stammen. Die Herstellermarken befinden sich auf den Klingen zwei Schwertpaaren – Reichsapfel und Wolfsmarke deuten auf die Herstellung in Solingen. Auf einem Schwertpaar befindet sich außerdem Inschrift „IN NOIE DO“ – „In nomine domini“ (Im Namen des Gottes), auf dem anderem „IOHANNINI“ und auf der Parierstange eine kleine Rose. Die Gefäße waren wohl vor Ort von in der Lippe ansässigem Kreuzschmied  angefertigt.

1983 wurden die bis dahin im Original getragenen Schwerter und Kettenpanzer durch bei einem Waffenmeister in Österreich gefertigte Duplikate ersetzt. Die Originalschwerter befinden sich heute im Heimatmuseum der Stadt Horn-Bad Meinberg in der Hornschen Burg .

Die Schlachtschwertierer waren und sind immer noch das Ehrenrott der Gesellschaft, die die Fahne begleitet und hat repräsentative Aufgaben. So z. B. 1875 stellten sie die Ehrenwache Sr. M. Kaiser Wilhelm I. bei der Einweihung des Hermannsdenkmals, 1897 beim Empfang des Grafregenten Ernst zur Lippe Biesterfeld gaben sie dem Regenten das Ehrengeleit.


Schlachtschwertier aus Horn


Simon Hennrich Mense, Bürger und Rottmeister der Schlachtschwertierer zu Horn, 1841

 
Ehrenrott

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